Unsere St. Georgskirche ist eine evangelische Pfarrkirche am Fusse des Tüllinger Bergs und doch hoch genug gelegen, um von dort den herrlichen Blick über das Rheintal nach Frankreich und bis in die Schweiz zu geniessen
Die Kirche hat ihren Namen von St. Georg, dem Heiligen der Ritter und der Bauern.
Als Namensgeber unserer Kirche taucht St. Georg zum ersten Mal in einer Urkunde aus dem Jahr 1468 auf: «sanct Georgienkirche ze Haltingen»
Im Jahre 838 vermacht der Prebyter Rammingus des Kloster St. Gallen den von seiner Mutter ererbten Besitz zu «Haholtinga» . Der Wortlaut der Urkunde, von Pfarrer Wilhelm Glock übersetzt: « ...ich übergebe alles, was ich von meiner Mutter ererbte zu Haltingen, was zur Zeit Ratolf, unser Diener inne hat.»
Urkundlich zum ersten Mal erwähnt wird unsere Kirche am 14. April 1139. Papst Innozent II. bestätigte dem Bischof Ortlieb zu Basel und allen seinen Nachfolgern «Haltinchen mit Kirche» als Besitz.
So steht schon seit dem 9. Jahrhundert in Haltingen auf der Anhöhe ein Gotteshaus, das 1468 als St. Georgskirche erwähnt ist; ehemals katholisch, ist es seit Pfarrer Franz Guth 1556 mit allen seinen Gläubigen zum evangelischen Glauben übergetreten ist, das Gotteshaus der evangelischen Christen. Franz Guth war somit der erste evangelische Pfarrer von Haltingen.
Zur Zeit der Reformation wurde die Kirche umgebaut. In welchem Umfang dies geschah, ist nicht bekannt. Die Pfarrei Haltingen war zu jener Zeit mit der Pfarrei Oetlingen vereinigt. Erst 1585 wurde sie wieder selbstständig.
Der erste evangelische Pfarrer, der Haltingen als selbstständige Pfarrei ohne Detlingen verwaltete, war Simon Dornwyrth von 1585 bis 1587. In dieser Zeit wurde auch das alte Pfarrhaus renoviert, das wohl auf dem Grund und Boden des jetzigen stand. Das heutige Pfarrhaus ist 1767 erbaut worden; also im selben Jahr, wie das 1. Schulhaus in Haltingen.
Das Kirchenvermögen der einzelnen Gemeinden ging damals vollständig in die Hände des Staates über, welcher dafür die Unterhaltung der Kirchen und Pfarrhäuser übernahm.
Die Gemeinde ist an beiden Gebäuden zuständig für die laufenden Kosten, der Staat aber ist bau- und unterhaltungspflichtig.
Nach dem 30jährigen Krieg musste die Kirche wieder hergestellt werden, wozu auch freiwillige Spenden der Bürger beitrugen. Ihre heutige Gestalt bekamen Langhaus und Chor der Kirche im Jahre 1718.
Der im Innenraum etwas höher liegende Chor liegt nicht in der Hauptachse des Langhauses, so dass an unterschiedliche Entstehungszeiten gedacht werden muss. Während vieler Jahre wurden Emporen eingebaut und andere Umbauarbeiten vorgenommen.
Bis 1934 hing die Sebastiansglocke (Bronze, Eisen), benannt nach dem Schutzheiligen gegen die Pest, die 1570 vermutlich in Basel gegossen wurde im Turm der Kirche. Die Glocke wurde vom Kirchturm geholt, weil sie gesprungen war. Sie ist die zweitälteste Glocke des Markgräflerlandes und läutete über 362 Jahre über dem Dorf Haltingen.
1956 wurde im Zuge einer Innenrenovierung die Orgelempore im Chor entfernt und die Orgel auf die gleiche Ebene wie der Altar gesetzt, der in moderner Form gestaltet wurde.
Innenansicht 1961
 
 
 
Die erste Orgel der Kirche mit 12 Registern wurde 1755 gekauft und 1869 von Orgelbau Merklin (Freiburg) umgebaut. 1889 folgte ein Orgelneubau durch Firma Kienle (Waldkirch). 1901 wurde die Orgel um 1 Manual und 4 Register erweitert, 1937 um ein weiteres Register durch Firma Welte (Freiburg). 1956 bis 1958 baute Firma G. F. Steinmeyer (Oettingen) das Werk auf elektrisch-pneumatische Traktur und 23 Register um.
1980 erhielt die Kirche von der gleichen Orgelbaufirma eine neue Orgel eingebaut, wobei die vorhandenen Register nach Möglichkeit wieder verwendet wurden.
 
         
 
Aufgrund der guten Akustik wurde unsere Kirche im Lauf der letzten Jahre von verschiedenen Musikgruppen für Tonaufnahmen genutzt.
Zwei Beispiele finden Sie unter den folgenden links auf youtube:
 
Ein Kind I EVER Worship I Official Music Video:       https://youtu.be/IOAsdAyawNI
 
Musica Basiliensis:     https://www.youtube.com/watch?v=Jt8346nJ5AU